Das Karussell, Vernissage und Clubnacht 12 November 2010

Johannes Sfiligoj

Johannes SfiligojPhänomene der Objekt-Welt werden nicht-manipulativ, jedoch notwendigerweise abhängig von mentalen Vorgaben und psychologischen Motiven – auf eine künstlerische Ebene geführt. Der Künstler kehrt in seinen Filmen und Bildern alltägliche, als real empfundene Situationen in solche um, die den Blick schärfen, d.h. den normalerweise flüchtigen und automatisierten Wahrnehmungsprozess in seiner Substanz, in seiner Intensität und seiner Entität verändern. Dabei wird bewusst der Anschein des Inszenierten vermieden, denn dass Gegenstände ihre Postion verändern respektive eine virtülle Metamorphose vollziehen, entspricht nicht der Alltagserfahrung des Menschen. Die Spannungsmomente ergeben sich aus der Substantialisierung des Virtüllen durch die von Johannes Sfiligoj vorgenommene real-gegenständliche Verzerrung und synthetische Erhöhung ausgewählter Objekte. Es erfolgt eine Transformation gewoehnlicher Verhältnisse in künstlerisch relevante respektive ästhetische Arbeiten. Das Unsichtbare verlässt die Welt der realen Erscheinungen und tritt in eine Kunstwelt ein.